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Die Offensive Gegen industrielle Tierhaltung – wer wir sind und was wir wollen:

Überall sprießen Tierfabriken in Massen aus dem Boden, obwohl der deutsche Fleischmarkt bereitsübersättigt ist und die Betriebe eine soziale, ökologische und ethische Katastrophe sind! In den letzten Jahren wurde die Kritik gegen diese Anlagen immer lauter – unter anderem durch spektakuläre Aktionen gegen Mast- und Zuchtanlagen, Schlachthöfe und Tierversuchslabore. Wir wollen, eine Welt ohne Ausbeutung, darum müssen wir auch jetzt handeln!

Tierhaltung als ökologische, soziale und ethische Katastrophe

Die industrielle Tierhaltung bringt massive soziale und ökologische Probleme mit sich. Viele Menschen, die in unmittelbarer Nähe von geplanten oder bereits gebauten Massentierhaltungsanlagen wohnen sind verärgert. Wer es sich leisten kann zieht weg, denn die Häuserwerte in der nahen Umgebung zu solchen Agrarfabriken verlieren bis zu 70% ihres Wertes. Die Arbeitsbedingungen im Tierhaltungssektor sind besorgniserregend. Schockierend ist es, über den Tellerrand unserer Probleme vor Ort zu schauen: Was für ein großes Ausmaß allein der Futtermittelproduktion hat, ist den wenigstens bekannt, wenn sie zum Bürger greifen. Die Folgen sind Landflucht und Verteibung in Südamerika, Regenwaldabholzung, Gentechnikanbau mit Chemieeinsatz, der bei der Bevölkerung Krebs verursacht. Hunger. Massentierhaltung bedeutet die Zerstörung von bäuerlichen Strukturen weltweit.
Tierhaltung verursacht heute mehr Treibhausgase als der gesamte Personennnah- und Fernverkehr. Klimawandel. Bodenerosion, Monokulturen, Waldsterben, Boden- Luft- und Wasserverschmutzung, Artensterben und Raubbau der Meere: Es gibt heute keine ökologische Katastrophe, unter deren TOP 3 Hauptursachen nicht die industrielle Tierhaltung ist.

Wir sind erschüttert über Bilder aus der Massentierhaltung. In unserer Gesellschaft werden Tiere nicht wie Lebewesen und fühlende Individuen, sondern als Ware behandelt. Ein faires und gerechtes menschliches Zusammenleben auf dieser Welt ist nicht mit unserem Verhältnis zu Tieren vereinbar.

Wer ist die Offensive:

Die Offensive gegen industrielle Tierhaltung besteht seit Anfang 2011 aus Orts- und Soligruppen gegen Tierfabriken vor Ort, deren Unterstützungsumfeld, Aktivist_innen, Bürgerinitiativen, Umweltengagierte und Tierrechtler_innen. Menschen also, die sich wehren gegen Tierausbeutung, gegen Umweltzerstörung und den menschengemachten Klimawandel, die sich gegen Ausbeutung im globalen Süden einsetzen, die keine Lust auf Gentechnik in Tierfutter haben oder die es annervt, dass Politiker_innen und Investoren über unsere Köpfe entscheiden, wo unsere Nahrungsmittel herkommen und wie sie produziert werden.

In ganz Deutschland bilden sich deshalb Ortsgruppen gegen Mega-Tierfabriken: In Schmähingen in Baden-Württemberg, Lunzenau in Sachsen, Güstrow und Alt Tellin in Mecklenburg-Vorpommern, in Wietze, in und um Hannover. Unser Netzwerk soll weiter wachsen: ob in den Niederlanden, wo erfolgreich gegen Investoren gekämpft wird, in Osteuropa, wohin Investoren weiter expandieren, oder nach Südamerika, wo bäuerliche Organisationen ihr Land zurückerkämpfen wollen.

Was wir wollen:

An die Öffentlichkeit bringen, wieviele hunderte Bauprojekte gerade in Planung sind und Tierfabriken mit ihren globalen und lokalen Auswirkungen kritisieren. Wir wollen versuchen zu verhindern, was wir noch verhindern können.

Wie stoppen wir die Mastanlagen? Was kann die Offensive erreichen?

Wir können die Ausbeutung von Tieren und die indusrtielle landwirtschaft nicht von heute auf morgen beenden, aber:

“wenn viele Menschen, an vielen Orten, viele kleine Dinge tun, kann sich das Gesicht der Welt verändern”.

Die Offensive gegen industrielle Tierhaltung hat sich zum Ziel gesetzt, lokale Ortsgruppen durch ihr gemeinsames Anliegen zusammenzubringen und in einen globalen Kontext zu stellen. Wenn wir uns als Aktive vernetzen, können wir durch Wissenaustausch voneinander lernen und uns gegenseitig stärken. Durch gemeinsame Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, gegenseitige Besuche und Unterstützung vor Ort und gemeinsame Mobilisierung können unsere lokalen Kampagnen voneinander profitieren und über sich hinaus wachsen. Wichtig ist dabei, dass die inhaltliche Schwerpunktsetzung und Aktionsmethoden von jeder Gruppe individuell gesetzt werden kann. Ob Gentechnik-, Klima-, oder Tierrechtskampagne: Es sind alle willkommen, die sich konstruktiv mit anderen Aktionsgruppen zusammen- und auseinandersetzen wollen, um gegen industrielle Tierhaltung aktiv zu werden! Nicht erwünscht sind deshalb Distanzierungen und Vereinnahmungen innerhalb unserem Bündnis: Wenn wir etwas erfolgreich verändern, dann ist das vielfältig, kreativ, mehrdimensional!

Was kann ich tun?

Informiere dich: wird auch in deiner Nähe eine Tierfabrik geplant? Mach dich auf die Suche nach kritischen Stimmen, gründet eine Ortsgruppe! Wenn nicht, unterstütze eine andere Ortsgruppe in ihrer lokalen Kampagne (Link). Schließe dich der Offensive gegen industrielle Tierhaltung an – Unterstützung wird gebraucht in Werbung, Öffentlichkeitsarbeit, durch Aktionen, Recherche, … und vieles mehr! Trage dich (hier) für unseren Newsletter ein, um regelmäßig über Termine und Aktionen informiert zu werden.

Die Kampagne lebt durch dein Handeln!